US-Regierung gute Kunden bei Megaupload

megauploadDer Megaupload-Gründer Kim Schmitz oder auch als Kim Dotcom bekannt, behauptet, dass zahlreiche Mega-Konten den Mitgliedern des US-Justizministeriums sowie des US-Senats gehören. Diese Information gab Schmitz in einem Interview mit TorrentFreak Preis.

In den letzten Wochen hatte Megaupload nach Wegen gesucht, damit die Nutzer einen temporären Zugriff auf ihre eingefrorenen Konten erhalten. Es handelt sich dabei um die legal gespeicherten Daten. In diesem Zusammenhang verhandelten die Anwälte von Kim Schmitz mit dem Justizministerium und sind dabei auf die Konten der Behördenvertreter gestoßen.

Electronic Frontier Foundation will Betroffene identifizieren

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die auf Megaupload gespeicherten Daten der Anwender zurückzubekommen. Die Datenschützer haben in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Carpathia Hosting zu der Aktion Megaretieval aufgerufen. Die EFF ist eine nichtstaatliche Organisation, die sich den Bürgerrechten im Cyberspace verschrieben hat und die mediale Selbstbestimmung des Bürgers befürwortet.

Die Organisation ist beunruhigt darüber, dass rechtmäßigen Nutzern ihr Eigentum ohne Ankündigung weggenommen wird und die Regierung nichts gegen diesen Vorfall unternimmt. Der EFF ist es weiterhin wichtig, dass die Stimmen der Nutzer gehört werden und das Verfahren vorangetrieben wird. Die Electronic Frontier Foundation, die bereits seit dem Jahr 1990 besteht und ihren Sitz in San Francisco hat, will an der Identifizierung der Betroffenen weiterarbeiten.

Mögliche Auswirkungen auf weitere Filehoster

Die Anwältin der EFF, Julie Samuels ist zudem besorgt, dass die Affäre um Megaupload möglicherweise Auswirkungen auf weitere Filehoster hat. Die Organisation ist zukünftig bezüglich des Cloud-Computing und Filehosting sowie Innovationen besorgt.

Der Megaupload-Gründer Kim Schmitz war Ende Februar gegen Kaution aus der Haft entlassen worden. Eine Woche später wurde die Entscheidung vom Obersten Gerichtshof in Auckland bestätigt, weil er, anders als die Staatsanwaltschaft, keine Fluchtgefahr sah. Weiterhin haben die USA offiziell die Auslieferung von Schmitz beantragt. Gemeinsam mit Mathias Ortmann, Bram von der Kolk und Finn Batato soll er von Neuseeland der US-Justiz überstellt werden. In den USA werden den Männern Verstöße gegen das Urheberrecht vorgeworfen.

Bild: JDownloader (How to) von e1ement2048, CC-BY